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WordPress-Toolkit

Das WordPress-Toolkit bietet eine zentrale Verwaltung für alle WordPress-Installationen auf dem Server. Es ermöglicht Installation, Updates, Sicherheits-Scans, automatische Anmeldung und vieles mehr.


Übersicht

Das WordPress-Toolkit zeigt alle erkannten WordPress-Installationen als Karten mit Thumbnail-Vorschau:

Information Beschreibung
Domain Website-Domain
Pfad Installationspfad relativ zum Document Root
WordPress-Version Installierte WP-Version
PHP-Version Genutzte PHP-Version
SSL SSL-Status
Auto-Update Status des automatischen Updates
Plugins Anzahl (mit Update-Hinweis)
Themes Anzahl (mit Update-Hinweis)

WordPress erkennen (Scan)

Der Button „Scan" durchsucht alle Websites nach WordPress-Installationen und trägt sie automatisch ins Toolkit ein — Version, Adresse, Titel und Admin-Benutzer werden per wp-cli ausgelesen.

  • Nach einer Migration: Ein Scan füllt die Details bereits importierter WordPress-Sites, ohne erneut zu migrieren.
  • Unterverzeichnisse: Es wird nicht nur die Installation im Wurzelverzeichnis gefunden, sondern auch WordPress in Unterverzeichnissen (z. B. /shop, /blog) — jede Installation wird mit ihrem echten Pfad registriert.
  • Nicht mehr vorhandene Installationen werden als entfernt markiert.

WordPress installieren

  1. Klicken Sie auf WordPress installieren
  2. Füllen Sie das Formular aus:
Feld Pflicht Beschreibung
Website Ja Ziel-Website auswählen
Pfad Nein Unterverzeichnis (leer = Root)
Titel Ja Website-Titel
Admin-Benutzer Ja WordPress-Admin-Login
Admin-Passwort Ja WordPress-Admin-Passwort
Admin-E-Mail Ja WordPress-Admin-E-Mail
Sprache Ja Installationssprache (z. B. de_DE)
Datenbank Automatisch Wird automatisch erstellt
  1. Klicken Sie auf Installieren

Hinweis

Jede WordPress-Installation wird als vollwertige Webseite gezählt.

Das System führt automatisch aus:

  • Download der aktuellen WordPress-Version
  • Erstellung einer MariaDB-Datenbank
  • Konfiguration der wp-config.php
  • WordPress-Installation via WP-CLI
  • Sicherheitsanpassungen (Dateiberechtigungen, Security-Keys)

Auto-Login (SSO)

  1. Klicken Sie auf den Login-Button bei einer WordPress-Installation
  2. Sie werden automatisch als WordPress-Admin eingeloggt
  3. Es wird ein temporärer Authentifizierungs-Token über ein WordPress-Plugin generiert

Funktionsweise

Das Auto-Login nutzt ein automatisch installiertes Must-Use-Plugin (mu-plugin) und Transients für die sichere Token-Übergabe. Kein Passwort wird über die URL übertragen.


Updates

WordPress-Core aktualisieren

  1. Wenn ein Update verfügbar ist, wird ein Update-Badge angezeigt
  2. Klicken Sie auf WordPress aktualisieren
  3. Die Aktualisierung wird via WP-CLI durchgeführt

Plugins aktualisieren

  1. Klicken Sie auf eine WordPress-Installation
  2. Wechseln Sie zum Tab Plugins
  3. Plugins mit verfügbaren Updates sind markiert
  4. Klicken Sie auf Aktualisieren einzeln oder Alle aktualisieren

Themes aktualisieren

  1. Wechseln Sie zum Tab Themes
  2. Themes mit verfügbaren Updates sind markiert
  3. Klicken Sie auf Aktualisieren

Auto-Updates konfigurieren

Pro Installation lassen sich drei unabhängige Auto-Update-Schalter aktivieren:

Schalter Was aktualisiert wird
Core WordPress-Kern
Plugins Alle installierten Plugins
Themes Alle installierten Themes
  1. Klicken Sie bei einer Installation auf die Auto-Update-Einstellung
  2. Aktivieren Sie die gewünschten Schalter (Core / Plugins / Themes)
  3. Speichern

Wann die Updates laufen: Ein Panel-Worker wendet die aktivierten Updates alle 6 Stunden an — zusätzlich einige Minuten nach jedem Panel-Neustart. Es gibt keine feste Uhrzeit. Ausgeführt wird per wp-cli (idempotent: ist nichts zu tun, passiert nichts). Staging-Klone werden übersprungen.

Voraussetzung

Auto-Updates laufen nur, solange das WordPress-Toolkit als Extension installiert und aktiviert ist.

Empfehlung

Aktivieren Sie mindestens Core, um Sicherheitslücken im WordPress-Kern zeitnah zu schließen. Für sofortige Updates nutzen Sie den Alle aktualisieren-Button — der Worker übernimmt danach nur noch den Rest.


Plugin-Verwaltung

Plugins anzeigen

Die Plugin-Liste zeigt pro WordPress-Installation:

Spalte Beschreibung
Name Plugin-Name
Status Aktiv, Inaktiv oder Must-Use
Version Installierte Version
Update Verfügbares Update
Risiko-Info Bekannte Sicherheitslücken und Bewertung

Plugin installieren

  1. Klicken Sie auf Plugin installieren
  2. Suchen Sie nach dem gewünschten Plugin
  3. Klicken Sie auf Installieren und Aktivieren

Plugin aktivieren / deaktivieren

  • Nutzen Sie den Schalter in der Status-Spalte

Plugin löschen

  1. Deaktivieren Sie das Plugin
  2. Klicken Sie auf Löschen
  3. Bestätigen Sie die Löschung

Theme-Verwaltung

Ähnlich zur Plugin-Verwaltung können Themes:

  • Installiert werden (aus dem WordPress-Repository)
  • Aktiviert werden
  • Aktualisiert werden
  • Gelöscht werden

Sicherheits-Scan

Das Toolkit gleicht jede WordPress-Installation gegen bekannte Schwachstellen ab:

  • WordPress-Core-Version gegen bekannte CVEs
  • Plugins gegen die Schwachstellen-Datenbank
  • Themes gegen bekannte Schwachstellen

Betroffene Plugins/Themes bekommen in der Detailansicht ein farbiges Badge nach Schweregrad (kritisch → niedrig); Core-Schwachstellen erscheinen als Hinweis oben. Angezeigt werden CVSS-Score, behoben in Version und Referenz-Links.

Schwachstellen-Datenquelle (wpvulnerability.net)

Die Schwachstellendaten stammen aus der freien wpvulnerability.net-API. Jede Komponente (Core/Plugin/Theme) wird bei Bedarf abgefragt und das Ergebnis lokal auf dem Server zwischengespeichert (24 h) — Folgeaufrufe sind sofort, und der Abgleich mit den installierten Versionen passiert lokal. Es ist kein API-Schlüssel nötig. Der Aktualisieren-Button in der Toolkit-Übersicht leert den Cache, sodass beim nächsten Aufruf frisch geladen wird.

Optional: WPScan

Ist zusätzlich ein WPScan-API-Schlüssel hinterlegt, werden dessen Treffer ergänzend einbezogen. wpvulnerability.net ist die schlüssellose Standardquelle.

Kritische Schwachstellen

Aktualisieren Sie Plugins und Themes mit bekannten Schwachstellen sofort. Deaktivieren Sie betroffene Plugins, wenn kein Update verfügbar ist.

Schwachstellendaten von wpvulnerability.net.


Datenbank-Verwaltung

Über das WordPress-Toolkit haben Sie direkten Zugriff auf:

  • phpMyAdmin-SSO für die WordPress-Datenbank
  • Datenbank-Prefix und Tabellenliste
  • Datenbank-Größe

WP-CLI

WP-CLI-Befehle können über das Panel ausgeführt werden:

  1. Wählen Sie eine WordPress-Installation
  2. Navigieren Sie zum Tab WP-CLI
  3. Geben Sie einen WP-CLI-Befehl ein
  4. Die Ausgabe wird in Echtzeit angezeigt

Häufige Befehle

Befehl Beschreibung
wp plugin list Alle Plugins auflisten
wp theme list Alle Themes auflisten
wp user list Alle Benutzer auflisten
wp cache flush Cache leeren
wp search-replace 'old' 'new' Suchen und Ersetzen in der DB
wp db export Datenbank-Dump erstellen
wp cron event list Geplante Aufgaben anzeigen

Caching

WordPress-Caching-Optionen:

Option Beschreibung
OPcache PHP-OPcache für schnellere PHP-Ausführung
Redis Object-Cache über Redis (falls verfügbar)
Page-Cache (FastCGI) Server-seitiger Page-Cache direkt in Nginx — siehe unten

Page-Cache (FastCGI-Micro-Cache)

Der Page-Cache lässt Nginx fertige PHP-Antworten für kurze Zeit zwischenspeichern und liefert Wiederholungsaufrufe komplett ohne PHP aus. Das bringt bei anonymem Traffic massiv niedrigere Antwortzeiten (TTFB) — schneller als klassische Cache-Plugins, weil PHP gar nicht erst gestartet wird.

Aktivieren: Im WordPress-Toolkit den Schalter Page-Cache (FastCGI) bei der Installation einschalten. Der Cache gilt für die Website inkl. ihrer Subdomains.

Automatisch umgangen wird der Cache (damit nie eine private Seite falsch ausgeliefert wird):

  • Eingeloggte Nutzer (Cookies wordpress_logged_in, comment_author, wp-postpass)
  • WooCommerce — Warenkorb, Kasse, Konto (woocommerce_*-Cookies)
  • POST-Requests, wp-admin, wp-login.php, xmlrpc.php, wp-cron.php, wp-json
  • Anfragen mit Joomla-/Session-Cookie

TTL: 30 Sekunden. Änderungen im Frontend sind also spätestens nach 30 s sichtbar (für eingeloggte Redakteure sofort, da sie den Cache umgehen).

Prüfen: Der Response-Header X-Enconf-Cache zeigt HIT, MISS oder BYPASS.

Mehrsprachige Sites: Setzt die Seite ein Sprach-Cookie (z. B. nc_lang, Polylang, WPML), wird der Cache-Schlüssel pro Sprache getrennt — eine deutsche Seite wird also nie an einen englischen Besucher ausgeliefert.

Zusammenspiel mit den anderen Cache-Optionen

  • OPcache (PHP-Bytecode) und Redis (Object-Cache) liegen auf anderen Ebenen und ergänzen den Page-Cache — ruhig zusätzlich aktivieren.
  • Ein Page-Cache-Plugin (WP Super Cache, W3TC, LiteSpeed Cache) cacht dagegen dieselbe Ebene (ganze Seite) → nur eins von beiden nutzen. Der FastCGI-Cache ist schneller (liefert ganz ohne PHP), daher die bessere Wahl.

WordPress klonen

  1. Klicken Sie auf Klonen bei einer Installation
  2. Wählen Sie die Ziel-Website
  3. Das System kopiert alle Dateien und die Datenbank
  4. URLs werden automatisch per wp search-replace aktualisiert

WordPress migrieren — nur mit wp-admin-Zugang

Übernehmen Sie eine komplette WordPress-Instanz von einem beliebigen fremden Hosterohne FTP, ohne SSH, ohne direkten Datenbank-Zugang. Es genügt der ganz normale wp-admin-Login der Quell-Website.

So funktioniert's:

  1. Im Panel: WordPress → Importieren öffnen und das Ziel wählen — entweder eine neue Website anlegen lassen oder eine bestehende leere Website überschreiben. Das Panel zeigt einen Pairing-Code.
  2. Auf der Quell-Website: Das enconf Migrator-Plugin herunterladen (Button im Panel), unter Plugins → Installieren → Hochladen einspielen und aktivieren. Dann unter Werkzeuge → enconf Migrator den Pairing-Code einfügen und koppeln.
  3. Automatisch: Sobald gekoppelt, meldet sich die Quelle beim Panel. Das Panel zieht Dateien und Datenbank, legt eine dedizierte MariaDB-Datenbank an, importiert alles und schreibt die URLs per wp search-replace auf die Zieldomain um. Danach erscheint die Instanz direkt im WordPress-Toolkit.

Sicherheit

Die Kopplung nutzt ein 256-Bit-Einmalgeheimnis (im Pairing-Code, constant-time verglichen). Es werden keine Zugangsdaten der Quell-Website gespeichert, und das Companion-Plugin exportiert nur, solange es gekoppelt ist.

Voraussetzungen

  • Quelle: WordPress mit wp-admin-Zugang und installiertem enconf-Migrator-Plugin.
  • Die Quell-Website muss vom Panel aus per HTTPS erreichbar sein (das Panel zieht das Paket — die Quelle braucht keinen ausgehenden Zugriff auf das Panel).

Keine Größenbeschränkung

Der Import wird von Anfang bis Ende gestreamt — das Paket wird nie im Speicher gehalten, sondern direkt auf die Festplatte geschrieben (Quelle → Panel → Zielserver). Es gibt kein festes Größenlimit: die einzige Grenze ist der freie Speicherplatz auf Quell- und Zielserver. Auch große WordPress-Installationen mit 10+ GB (z. B. medienlastige Seiten mit großem wp-content/uploads) lassen sich so migrieren.